Zum 28. Mal lud der Heimat- & Verkehrsverein Breckenheim e.V. zu dieser beliebten Vortragsreihe in das Vereinshaus ein. Der Vereinsvorsitzende Klaus-Peter Wolf freute sich, auch zu dieser Veranstaltung am 6. Mai wieder mehr als 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger begrüßen zu können. Zur Einstimmung wurde den Teilnehmern ein landestypischer Imbiss gereicht, den das China-Restaurant „Golden Lotus“ in Wiesbaden-Nordenstadt gestiftet hat und dessen Erlös aus dem Verkauf in vollem Umfang als Wiederaufbau-Spende nach Japan geht.

 

Als Referenten stellte Klaus-Peter Wolf den Diplombiologen Bernhard Bräunlich aus Breckenheim vor, der in einer zweistündigen Bilderreise in die zauberhafte, für uns Europäer aber recht fremde Welt Südkoreas führte. Die Reise begann am Incheon International Airport und ging dann zunächst nach Jeonju, einer alten Königsstadt und wirtschaftliches Zentrum der Provinz Jeollabuk, heute Sitz des größten Papierherstellers. Weitere Stationen waren Haensa mit seiner bedeutenden buddhistischen Tempelanlage. Daegu, 230 km südlich von Seoul, ist führend in der Textilindustrie und gilt als Modezentrum des Landes – hier fand auch während der Reise die Hochzeit des Sohnes unseres Referenten mit einer Deutsch-Koreanerin statt, deren Mutter vor ca. 40 Jahren als Krankenschwester nach Deutschland kam. Überragend der 202 m hohe Ubang Tower. Die Tempelanlage Haeinsa wurde im Jahre 802 erbaut und enthält unter anderem die Tripitaka Koreana, eine mit über 80.000 Holzplatten die bedeutendste Sammlung buddhistischer Texte in ganz Asien, die als Nr. 32 des UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft ist.

 

Es würde zu weit führen, alle Stationen dieser Reise zu nennen – doch soll das Volks-kundedorf Hahoe in Andong nicht unerwähnt bleiben, das wie auch Yangdong seit 2010 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes steht. Ausschlaggebend hierfür war laut UNESCO die einzigartige Architektur und der hier noch weitergeführte traditionelle Lebensstil, der auf Konfuzianismus und Geomantie beruht. Am Beispiel der Hauptstadt Seoul mit seinen 12 Millionen Einwohnern brachte der Referent die Gegensätze zwischen Tradition und Gegenwart eindrucksvoll zum Ausdruck, die sich im Nebeneinander von modernen Hochhäusern und jahrhundertealten Sakralbauten widerspiegelt. Der Vortrag führte durch blühende Gärten, prachtvolle Königspaläste, farbenfrohe Märkte mit exotischen Angeboten und wachsende Millionenstädte.

 

Es spricht für den Referenten, den Zuhörern neben der imponierenden Tradition auch die moderne Architektur und die farbenreiche exotische Fauna und Flora näher gebracht zu haben. Langanhaltender Applaus belohnte Bernhard Bräunlich für seinen Vortrag.

Zum Vergrößern bitte auf das jeweilige Bild klicken!